Barcoding in Japan [Update]Unser Freund und TYPO-2002-Sprecher Jan Chipchase (UK) lebt und
forscht für Nokia (FIN) in Tokyo (J). In seinem Blog Future
Perfect berichtet er regelmäßig über das technische
Leben der Japaner (und anderer Völker, weil Jan sehr viel reist). Sein
Beitrag über eine gut durchdachte Werbeaktion für Apples iPod Nano hat
mich fasziniert. Vor allem die Popularität des hierzulande kaum verwendeten
QR Codes. Update: Bildergalerie von Apple. Weiterlesen ...
![]() Vergangenen Samstag hingen an zentralen Orten in Tokyo
Großflächenplakate, auf denen 1:1-Imitate des neusten iPod-Modells aufgeklebt waren – zum
Mitnehmen. Die Werbemittel waren genauso begehrt wie das reale Produkt, die
Passanten rissen sich um die Attrappen. Auf der Rückseite der Plastik-Nanos
war ein QR-Barcode aufgebracht, mit dem man sich zu einer Werbe- und
Downloadseiten verlinken konnte.
![]() Ein Foto des flickr-Mitglieds Purpin, der schreibt: »Im Rahmen der einzigartigen Einführungskampagne für den iPod Nano hat Apple gigantische Plakatwände in der Tokioter Shibuya Station aufgehängt. ... Wenn man den Zug verlässt steht man hunderten von 1:1-iPod-Nano-Attrappen zum Mitnehmen gegenüber ... Zwischendurch füllten Mitarbeiter die Wand immer wieder auf ... (Foto: Purpin) ![]() ... zu meiner großen Überraschung stelle ich später fest, dass die Nanos nicht aus Pappe, sondern aus Plastik sind. Auf der Rückseite waren die URL und der QR-Code einer Internetseite (アップル - iPod nano), auf der man iPod-Nano-Bildschirmhintergründe für das Mobiltelefon downloaden konnte.« (Foto: Purpin) QR-Codes wurden 1994 von dem japanischen Unternehmen Denso-Wave erfunden und sind in Japan sehr weit verbreitet, weil man sie mit Fotohandys lesen kann. QR steht für »Quick Response«, da die schnelle Lesbarkeit bei der Entwicklung das vordergründige Ziel war. Bei den quadratischen Mustern handelt es sich um einen Matrix Code, auch zweidimensionaler Barcode genannt. Sie wurden zunächst für die Automatisierung der PKW-Produktion und die Lagerhaltung in der Industrie eingesetzt. Seitdem japanische Fotohandys mit einer QR-Code-Lesesoftware ausgerüstet sind, hielt der Code im Konsumentenbereich Einzug. Mit ihm laden sich die Benutzer Daten aller Art ins Mobiltelefon. In Anzeigen und auf Verpackungen findet man immer mehr QR-Codes, die Adressen und URLs enthalten. Auch auf Visitenkarten hat das Datenquadrat Einzug gehalten, wodurch sich das Einlesen eines Kontaktes in das mobile Adressbuch extrem vereinfacht. Auf Seiten wie dieser von Pukupi kann man sich seinen eigenen QR-Code generieren. Die Adresse des Fontblog, bestehend aus Titel und URL, sieht dann so aus: ![]() Eine ausführliche Geschäftsadresse mit sämtlichen Kontakten so: ![]() Mehr über QR-Codes und ihr Funktionsweise auf einer englischsprachigen Wikipedia-Seite: QR Code - Wikipedia, the free encyclopedia ![]() QR Codes sind überall in Japan zu finden. Dieses Beispiel klebte in einer Wand des Nike-Store in Shinsaibashi, Tokyo (Quelle: latest blog | pukupi) ![]() Werbegeschenk mit Langzeitwirkung: iPod-Nano-Attrape am Fenster von Jan Chipchase’s Büro in Tokyo Update: Apple Japan hat nette Fotos von der Aktion veröffentlicht: ![]() ![]() ![]() ![]() Herausgegeben: Do - Oktober 27, 2005 at 09:57 vorm. | |
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